Jenseits von Monogamie und Mythos

Jenseits von Monogamie und Mythos

Was die menschliche Sexualität wirklich darüber verrät, wer wir sind

Jenseits von Monogamie und Mythos
Jaap verbeke

8. Feb. 2026

Einleitung des Autors: Warum diese Frage uns nicht loslässt

Nur wenige Themen bewegen sich so unbehaglich an der Schnittstelle von Biologie, Kultur, Moral und Identität wie die Sexualität. Hier trifft Instinkt auf Erzählung, hier kollidiert privates Begehren mit öffentlicher Erwartung. Man sagt uns oft mit großer Bestimmtheit, was „natürlich“, was „gesund“ oder was „normal“ sei. Und doch erzeugt die menschliche Sexualität für etwas, das angeblich so geklärt ist, ein außerordentliches Maß an Verwirrung, Schuldgefühlen, Geheimniskrämerei und stiller Unzufriedenheit.

Für viele Menschen zeigt sich diese Spannung am deutlichsten im Zusammenhang mit der Monogamie. Obwohl sie als Goldstandard für Intimität und Engagement gilt, ist die Monogamie gleichzeitig diejenige Beziehungsstruktur, die am zuverlässigsten Angst rund um das Begehren, Furcht vor Untreue und ein Gefühl des persönlichen Scheiterns erzeugt, wenn die Anziehungskraft einmal abschweift. Dieser Widerspruch ist so verbreitet, dass er selten hinterfragt wird. Stattdessen verinnerlichen die Einzelnen den Kampf und nehmen an, das Problem liege an ihrer Willenskraft, ihrer Reife oder ihrem moralischen Rückgrat.

Genau diese stille, weit verbreitete Dissonanz machte Sex at Dawn zu einem so bahnbrechenden Werk, als es erschien. In ihrem Buch stellten Christopher Ryan und Cacilda Jethá eine der tief verwurzelten Annahmen der modernen Gesellschaft infrage: dass lebenslange sexuelle Exklusivität die natürliche Grundeinstellung der Menschheit sei und dass Abweichungen davon ein biologisches oder moralisches Versagen darstellten.

Was das Buch so resonant machte, war nicht nur seine Kühnheit, sondern auch der Zeitpunkt seines Erscheinens. Es kam in einem Moment, als traditionelle Beziehungsmodelle bereits unter Druck standen, als Scheidungsraten, Statistiken über Untreue und der Aufstieg alternativer Beziehungsstrukturen darauf hindeuteten, dass etwas an der vorherrschenden Erzählung unvollständig war. Sex at Dawn hat diese Fragen nicht erfunden. Es gab ihnen eine Stimme, die viele Menschen bereits als ihre eigene erkannten.

Dieser Essay ist kein Plädoyer für ein bestimmtes Beziehungsmodell. Er ist der Versuch, das zusammenzuführen, was Sex at Dawn beigetragen hat, was spätere Forschungen geklärt oder korrigiert haben und wie ein ganzheitlicheres Verständnis der menschlichen Sexualität heute aussieht. Das Ziel ist weder Rebellion noch Nostalgie, sondern Kohärenz. Es geht darum zu verstehen, woher unsere sexuellen Instinkte kommen, wie die Kultur sie umgeformt hat und was das für die Intimität in der modernen Welt bedeutet.


Die Kernbehauptung: Sexualität vor dem Ackerbau

Im Zentrum von Sex at Dawn steht eine einfache, aber beunruhigende These: Über den größten Teil der menschlichen Evolutionsgeschichte war sexuelle Exklusivität nicht das Organisationsprinzip des Privatlebens. Stattdessen, so argumentieren Ryan und Jethá, lebten unsere Vorfahren in kleinen, egalitären Jäger-Sammler-Gruppen, in denen sexuelle Beziehungen relativ fließend waren, gemeinschaftliche Bindungen stark waren und starre Vorstellungen von Besitzansprüchen gegenüber Partnern kaum eine Rolle spielten.

Diese Behauptung steht im direkten Gegensatz zum „Standardmodell“ der Evolutionspsychologie. Diesem Narrativ zufolge entwickelten sich Männer so, dass sie mehrere Partnerinnen suchten, um ihre Gene zu verbreiten, während Frauen sich so entwickelten, dass sie zuverlässige Versorger suchten, um das Überleben der Nachkommen zu sichern. Monogamie ergibt sich in dieser Sichtweise ganz natürlich aus weiblicher Selektivität und männlicher Fürsorge.

Ryan und Jethá argumentieren, dass dieses Modell moderne, auf Eigentum basierende soziale Strukturen rückwirkend auf eine prähistorische Welt projiziert, die diese nicht kannte. Über Hunderttausende von Jahren lebten Menschen ohne angesammelten Reichtum, ohne Erbe im modernen Sinne und ohne zentralisierte Autorität. Unter solchen Bedingungen hätte die Kontrolle des sexuellen Zugangs wenig Sinn ergeben, und ihre Durchsetzung wäre nahezu unmöglich gewesen.

Stattdessen schlagen die Autoren ein Modell vor, in dem Sexualität primär als „sozialer Klebstoff“ fungierte. Sex diente der Festigung von Allianzen, dem Abbau von Spannungen und der Stärkung des Gruppenzusammenhalts. Die Vaterschaft war oft uneindeutig, was die Konkurrenz unter den Männern verringerte und die kooperative Kindererziehung förderte. Anstatt Gemeinschaften zu destabilisieren, half sexuelle Offenheit dabei, sie zu stabilisieren.

Dies wird nicht als Utopie dargestellt, sondern als funktionale Anpassung an eine spezifische ökologische und soziale Umwelt. Die menschliche Sexualität entwickelte sich in dieser Sichtweise nicht um Besitz und Exklusivität, sondern um Verbindung und Resilienz.

Biologie als Indiz, nicht als Befehl

Einer der provokantesten Aspekte von Sex at Dawn ist die Verwendung biologischer Beweise zur Untermauerung dieser Thesen. Die Autoren weisen auf mehrere anatomische und verhaltensbiologische Merkmale hin, die schwer mit strikter Monogamie als evolutionärer Ausgangslage vereinbar sind.

Beim Menschen liegt die Größe der Hoden zwischen der von Arten, die streng monogam leben, und Arten, die durch intensive Spermienkonkurrenz gekennzeichnet sind. Dies deutet auf ein Paarungssystem hin, in dem Frauen historisch gesehen Zugang zu mehreren Partnern innerhalb eines relativ kurzen Zeitrahmens hatten. Ähnlich scheint die Form des menschlichen Penis darauf ausgelegt zu sein, Sperma zu verdrängen – ein weiteres Merkmal, das mit Spermienkonkurrenz in Verbindung gebracht wird.

Auch die weibliche Sexualität verkompliziert das Monogamie-Narrativ. Menschliche Frauen zeigen einen verborgenen Eisprung, eine ausgedehnte sexuelle Empfänglichkeit und sexuelle Verhaltensweisen, die nicht eng an die Fortpflanzung gekoppelt sind. Das Begehren erreicht nicht nur während der fruchtbaren Tage seinen Höhepunkt, und sexueller Ausdruck scheint oft durch Bindung und Vergnügen statt durch Empfängnis motiviert zu sein.

Ryan und Jethá diskutieren zudem weibliche Kopulationsvokalisationen, die bei einigen Arten dazu dienen, zusätzliche Paarungspartner anzulocken oder sexuelle Verfügbarkeit über einen einzelnen Partner hinaus zu signalisieren. Obwohl die menschliche Sexualität weitaus komplexer ist als jeder Primatenvergleich, werfen diese Merkmale berechtigte Fragen auf, ob die exklusive Paarbeziehung jemals die primäre evolutionäre Strategie war.

Wichtig ist dabei: Biologie ist kein Schicksal. Diese Merkmale schreiben nicht vor, wie Menschen sich verhalten müssen; sie geben lediglich vor, welche Verhaltensweisen unser Nervensystem ohne Belastung unterstützen kann. Die Kultur bestimmt, welche Möglichkeiten gefördert, eingeschränkt oder moralisiert werden.

Bonobos, Schimpansen und die Geschichten, die wir wählen

Eine zentrale Metapher in Sex at Dawn kontrastiert zwei unserer nächsten Verwandten unter den Primaten: Schimpansen und Bonobos. Schimpansen leben in hierarchischen, männlich dominierten Gruppen, die durch Aggression, territoriale Gewalt und erzwungene Paarung geprägt sind. Bonobos hingegen sind egalitärer, weniger gewalttätig und bekanntlich sehr sexuell aktiv. Sie nutzen Sex, um Konflikte zu lösen, Allianzen zu stärken und die soziale Harmonie zu wahren.

Traditionelle evolutionäre Erzählungen neigen dazu, Schimpansen als das „natürlichere“ Modell für menschliches Verhalten hervorzuheben, insbesondere in Bezug auf männliche Konkurrenz und weibliche Wählerisigkeit. Ryan und Jethá argumentieren, dass diese Vorliebe eher moderne kulturelle Annahmen widerspiegelt als die evolutionäre Realität. Bonobos sind ebenso eng mit dem Menschen verwandt und ihm in vielen sozialen Dimensionen sogar ähnlicher.

Der Punkt ist nicht, dass Menschen Bonobos sind, sondern dass wir selektiv Analogien wählen, die bestehende Überzeugungen verstärken. Wenn Sexualität primär als Wettbewerb und Eroberung gerahmt wird, erscheint Exklusivität notwendig, um Ordnung zu schaffen. Wenn sie als Bindung und Kommunikation gerahmt wird, wird ein breiteres Spektrum an Beziehungsmöglichkeiten sichtbar.

Die spätere Forschung ist vorsichtiger geworden, direkte Parallelen zu ziehen, aber die grundlegende Erkenntnis bleibt wertvoll: Die menschliche Sexualität ist flexibel, kontextabhängig und zutiefst von sozialen Strukturen geprägt.

Vom Teilen zum Besitzen: Die stille Revolution des Ackerbaus

Am überzeugendsten ist Sex at Dawn dort, wo es den Übergang von Sammlergesellschaften zu Agrargesellschaften nachzeichnet. Die Domestizierung von Pflanzen und Tieren veränderte die menschliche Sozialorganisation grundlegend. Land wurde wertvoll. Ressourcen konnten gelagert werden. Reichtum konnte angehäuft und vererbt werden.

Mit diesem Wandel kam eine neue Sorge auf: die Abstammung. Zu wissen, wer die eigenen Nachkommen waren, und sicherzustellen, dass Eigentum an „rechtmäßige“ Erben überging, wurde überlebenswichtig. In diesem Kontext gewann die Kontrolle der weiblichen Sexualität enorme soziale Bedeutung. Monogamie, Keuschheit und patriarchale Autorität entstanden nicht als zeitlose Tugenden, sondern als Lösungen für neue wirtschaftliche Probleme.

Das bedeutet nicht, dass Monogamie zynisch oder universell aufgezwungen wurde. Kulturelle Evolution ist selten geplant. Praktiken, die Stabilität fördern, neigen dazu, sich durchzusetzen, besonders wenn sie durch Religion, Gesetz und moralische Erzählungen verstärkt werden. Im Laufe der Zeit fühlen sich diese Praktiken natürlich, ja sogar unvermeidlich an.

Der Preis für diese Stabilität wird jedoch oft innerlich bezahlt. Begehren wird verdächtig. Eifersucht wird normalisiert. Sexuelle Vielfalt wird als Abweichung statt als Diversität gerahmt. Was einst sozial geregelt wurde, wird nun auf individueller Ebene moralisiert.

Was spätere Forschung geklärt hat

Seit der Veröffentlichung von Sex at Dawn haben viele Wissenschaftler dessen Thesen überprüft. Kritiker haben zu Recht darauf hingewiesen, dass Jäger-Sammler-Gesellschaften vielfältig sind und viele durchaus Formen der Paarbindung und sexuellen Exklusivität aufweisen. Es gab nicht die eine prähistorische sexuelle Ordnung, genauso wenig wie es heute eine einzige gibt.

Anthropologen wie Justin R. Garcia haben betont, dass sich die menschliche Sexualität so entwickelt hat, dass sie sowohl langfristige Bindungen als auch Außenkontakte unterstützt. Paarbindungen boten wahrscheinlich Vorteile bei der Kindererziehung und dem Ressourcenteilen, während sexuelle Offenheit den Aufbau von Allianzen und die genetische Vielfalt förderte.

Andere, darunter Peter B. Gray, haben Sex at Dawn dafür kritisiert, die Verbreitung sexueller Egalität zu übertreiben und die Rolle der emotionalen Bindung (Attachment) zu unterspielen. Diese Kritiken sind wichtig. Sie führen das Gespräch weg von binären Gegensätzen hin zu Nuancen.

Was aus der Gesamtheit der Forschung hervorgeht, ist keine Widerlegung, sondern eine Verfeinerung. Menschen scheinen von Natur aus pluralistisch in ihren sexuellen Kapazitäten zu sein. Wir sind zu tiefen Bindungen und dauerhaften Partnerschaften fähig, und wir sind fähig zu Begehren, das darüber hinausreicht. Probleme entstehen nicht aus einem dieser Impulse, sondern aus dem Versuch so zu tun, als existiere nur einer von ihnen.

Eifersucht, Bindung und das Nervensystem

Einer der emotionalsten Einwände gegen nicht-exklusive Modelle ist die Eifersucht. Sie wird oft als Beweis gewertet, dass Monogamie natürlich und Alternativen psychologisch unrealistisch seien. Doch die zeitgenössische Psychologie zeichnet ein komplexeres Bild.

Eifersucht ist kein einzelner Instinkt. Sie ist eine zusammengesetzte emotionale Reaktion, die Verlustangst, Vergleiche, Unsicherheit und eine Bedrohung der Bindung umfasst. Diese Reaktionen sind stark von frühen Bindungserfahrungen, kulturellen Erzählungen und wahrgenommener Knappheit beeinflusst.

Die Bindungstheorie legt nahe, dass Menschen auf Verbindung programmiert sind, nicht auf Besitz. Eine sichere Bindung ermöglicht es Individuen, Ambiguität und Veränderung ohne katastrophale Angst zu tolerieren. Unsichere Bindung verstärkt Bedrohungen und sucht Kontrolle als Form des Selbstschutzes.

Aus dieser Perspektive ist Eifersucht kein Beweis für die Unvermeidlichkeit der Monogamie, sondern ein Beleg dafür, wie wichtig Beziehungssicherheit ist. Monogamie kann diese Sicherheit für viele Menschen bieten. Das können auch andere Arrangements, wenn sie auf Vertrauen, Kommunikation und realistischen Erwartungen basieren.

Begehren, Neuheit und die Langzeitbeziehung

Die moderne Neurowissenschaft hat weiter geklärt, warum sich Begehren und langfristige Partnerschaft oft widersprechen. Die neurochemischen Systeme, die der romantischen Bindung zugrunde liegen (vermittelt durch Oxytocin und Vasopressin), unterscheiden sich von jenen, die für sexuelle Neuheit verantwortlich sind (größtenteils vermittelt durch Dopamin).

Das bedeutet nicht, dass Langzeitbeziehungen unvereinbar mit Begehren sind, aber es bedeutet, dass sie bewusste Pflege erfordern. Zu erwarten, dass Leidenschaft über Jahrzehnte hinweg spontan und mühelos bleibt, ist biologisch unrealistisch – unabhängig von der Beziehungsstruktur.

Hier bietet Sex at Dawn eine wertvolle Neuausrichtung. Das Nachlassen der sexuellen Neuheit in Langzeitbeziehungen ist nicht zwangsläufig ein Zeichen des Scheiterns. Es ist ein vorhersehbares Ergebnis davon, dass das Gehirn Stabilität über Aufregung priorisiert. Dies zu erkennen, erlaubt es Paaren, das Begehren bewusst zu thematisieren, anstatt Schwankungen im Verlangen als Verrat oder Unzulänglichkeit zu interpretieren.

Sexualität ohne moralische Panik

Der vielleicht bleibendste Beitrag von Sex at Dawn ist nicht seine Anthropologie, sondern sein Tonfall. Es behandelt Sexualität als etwas, das man verstehen, nicht disziplinieren muss. Es weigert sich, Begehren als ein Problem zu rahmen, das kontrolliert werden muss.

Dieser Ansatz deckt sich mit der zeitgenössischen Sexualforschung, die zunehmend Konsens, Kommunikation und psychisches Wohlbefinden über starre moralische Rahmenwerke stellt. Ethische Nicht-Monogamie zum Beispiel wird heute nicht mehr als Abweichung, sondern als legitime Beziehungsorientierung mit eigenen Herausforderungen und Stärken untersucht.

Gleichzeitig bleibt Monogamie für viele eine zutiefst bedeutungsvolle und erfüllende Wahl. Es geht nicht darum, eine Orthodoxie durch eine andere zu ersetzen, sondern darum, dass die Wahl bewusst getroffen werden kann, anstatt nur übernommen zu werden.

Relevanz für die heutige Gesellschaft

Wir leben in einer Zeit beispielloser Beziehungsexperimente. Dating-Apps konfrontieren Nutzer mit mehr potenziellen Partnern als jede generation zuvor. Geschlechterrollen sind im Wandel. Traditionelle Institutionen diktieren Lebenswege nicht mehr mit der Autorität, die sie einst besaßen.

In diesem Umfeld richtet das Festhalten an vereinfachten Geschichten über Sexualität mehr Schaden als Nutzen an. Menschen brauchen Rahmenwerke, die Komplexität, Ambivalenz und Veränderung anerkennen. Sie brauchen die Erlaubnis, ohne Scham zu wollen, was sie wollen, und Orientierung, wie sie ihr Begehren ethisch navigieren können.

Sex at Dawn bleibt relevant, nicht weil es endgültige Antworten liefert, sondern weil es den Griff der Unvermeidlichkeit lockert. Es erinnert uns daran, dass viele der Regeln, die wir wie Naturgesetze behandeln, in Wahrheit kulturelle Übereinkünfte sind. Und Übereinkünfte können mit Absicht geprüft, revidiert oder bekräftigt werden.

Eine abschließende Reflexion

Das Verständnis der menschlichen Sexualität erfordert keine Parteinahme. Es erfordert Demut. Die Demut zuzugeben, dass unsere Instinkte älter sind als unsere Institutionen – und dass unsere Institutionen oft jünger sind als die Gewissheit, mit der wir sie vertreten.

Monogamie kann bewusst als bedeutungsvolle Verpflichtung gewählt werden, statt als bloße Standarderwartung. Nicht-Monogamie kann ethisch erkundet werden, ohne ihre Schwierigkeiten zu romantisieren oder zu leugnen. Zölibat, Fluidität und jede Variation dazwischen können als Antworten auf reale menschliche Bedürfnisse verstanden werden, statt als Abweichungen von der Norm.

Was am meisten zählt, ist nicht, welche Struktur wir wählen, sondern ob sie Ehrlichkeit, Fürsorge und psychische Sicherheit ermöglicht. Wenn man Sexualität mit Neugier statt mit Angst begegnet, wird sie weniger zu einem Schlachtfeld und mehr zu einem Spiegel. Einem Spiegel, der nicht nur reflektiert, wie wir lieben, sondern wer wir sind.

In diesem Sinne ist die eigentliche Provokation von Sex at Dawn nicht die sexuelle Offenheit. Es ist die Aufforderung, aufzuhören, unsere intimsten Fragen an die Tradition auszulagern, und zu beginnen, sie mit Bewusstsein selbst zu beantworten.

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